SIG Sauer hat in Schweden seinen ersten Schalldämpfer produziert. Das gab das Unternehmen am 15. September 2026 bekannt, die Mitteilung wurde aus Stockholm und Örebro verschickt.

Beteiligt sind die schwedischen Partner AMEXCI AB und MP-SEC International AB.

Ein Schritt bei der lizenzierten Rüstungsfertigung

Laut SIG Sauer ist der Meilenstein ein neuer Schritt bei den lizenzierten Fertigungskapazitäten für den Verteidigungsbereich. Er fördere zudem Investitionen in die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte in den nordischen Ländern und in der NATO.

Der Hersteller sagt ausserdem, die Partnerschaft stärke die industrielle Basis im Norden für aktuelle und künftige Produktionsbedürfnisse. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben bislang nicht, die Informationen stammen ausschliesslich von SIG Sauer.

Die Rollen der Partner

AMEXCI beschreibt sich als industrielles 3D-Druck-Unternehmen für Verteidigung, Luft- und Raumfahrt sowie Automobilbranche. Es hat Produktionsstätten in Schweden und Finnland.

MP-SEC bietet laut Mitteilung Montage, Tests und Vertrieb für nordische Verteidigungsorganisationen und Strafverfolgungsbehörden. Welche Aufgabe die Firma beim ersten Schalldämpfer genau übernommen hat, geht aus dem verfügbaren Text nicht hervor.

Modernisierung und NATO-Bedarf

SIG-Sauer-CEO Ron Cohen sagte, die Zusammenarbeit mit AMEXCI und MP-SEC unterstütze Modernisierungsprogramme der Streitkräfte im Norden. Die gebündelten Fähigkeiten sollen helfen, den künftigen Bedarf der NATO zu decken.

AMEXCI-CEO Edvin Resebo nannte den ersten in Schweden gefertigten Schalldämpfer einen Meilenstein für sein Team und für die Zukunft der Region.

Das Produkt soll laut SIG Sauer die «Präzisionshandwerkskunst» und Premiumqualität der Marke tragen. Zu Modell, Kaliber oder technischen Daten macht die Mitteilung in der vorliegenden Form keine Angaben. Sie ist zudem gekürzt.

Zum Unternehmen

SIG Sauer hat seinen Hauptsitz in den USA und verweist auf mehr als 250 Jahre europäische Tradition in der Schweiz und in Deutschland. Das Unternehmen nennt Partnerschaften in mehr als 90 Ländern und will seine Produktionskapazitäten in Europa weiter ausbauen.